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Rennsteiglauf 2010 - Küchenmeister und Rennsteig-Held - Südthüringer Zeitung vom 13.05.2010

Südthüringer Zeitung vom 13.05.2010

http://www.stz-online.de/nachrichten/regional/schmalkalden/lokalsportstzsm/art2403,1129300

Ressort Lokalsport Schmalkalden
Erschienen am 13.05.2010 00:00

Rennsteiglauf

Küchenmeister und Rennsteig-Held

Glanzvolle Premiere beim Supermarathon für den Brotteroder Triathleten Marcus Baldauf

Von Werner Bache und Gert Hellmann

Schmiedefeld - Es gab sie auch beim 38. GutsMuths-Rennsteiglauf am vergangenen Samstag wieder en masse zu bewundern, die lupenreinen Amateure. Einer der "reinsten" Freizeitathleten dürfte Marcus Baldauf aus Brotterode sein. "So, das war es. Nun muss ich aber gleich zurück nach Brotterode. Es wartet in meiner Pension und dem Gasthaus die Küchenarbeit auf mich", verabschiedete sich ein rundum strahlender Marcus Baldauf aus dem Schmiedefelder Zielareal gegen 14 Uhr. Der Inhaber des "Traumschlösschen" in der Inselsbergstadt war etwa nicht nur zum Kiebitzen einmal schnell vorbeigekommen. Baldauf hatte eine sensationelle Leistung vollbracht. Der 34-Jährige vom WSV Brotterode wurde im Supermarathon über 72,7 km als 17. in 5:53:02 Stunden bester Südthüringer und Zweitbester des Freistaates überhaupt. Der angestammte Triathlet vom TV Barchfeld bekannte locker, als wäre es ein Spaziergang gewesen: "Das Ergebnis lässt alle Strapazen vergessen, die ich bei meinem ersten Supermarathon hatte. Als ich oberhalb von Brotterode so bei Kilometer 27 an der Grenzwiese war, fühlte ich mich so kaputt, dass ich mich am liebsten nach Hause geschlichen hätte. Aber irgendwie kam nach dem Tief die zweite und dritte Luft. Ich fühlte mich immer besser. Wenn man das so sagen kann, ich genoss plötzlich den Rennsteig einmal ganz anders. Der Lohn war eine nie vorher für möglich gehaltene Zeit. Ich bin überglücklich", bekannte "Thüringens schnellster und ausdauerndster Küchenmeister". Natürlich kam so ein Husarenstreich nicht von ungefähr. Marcus Baldauf hatte mit Skisport begonnen, dem er auch heute noch treu ist. In der Szene der leistungsorientierten Mountainbiker, Bergläufer und eben Triathleten ist er weithin ein Begriff für Erfolg. Letzteres auch in seinem Traumschloss, wie man allseits hört. Solche wundersamen Geschichten schreibt eben der Sport. Die einen feierten im Schmiedefelder Festzelt eine riesige Party bis Mitternacht. Ein Brotteroder "GutsMuths-Held" werkelte in der Küche.

Freilich bei Weitem nicht so schnell wie der um viele Jahre jüngere Marcus Baldauf, aber dafür schon zum zigsten Mal bewältigten einige gestandene Rennsteigläufer aus der Heimatregion auch diesmal wieder den langen Kanten. Für Günter Ehrentraut aus Kaiseroda, den Fambacher Jürgen Herrmann, Fritz Sittig aus Trusetal und den Schmalkalder Dieter Rathmann, allesamt über 60, Rathmann über 70, ist der Rennsteiglauf schon fast Religion, auf alle Fälle Ritual. Längst rennen die Oldies nicht mehr um persönliche Bestzeiten, unter der 10-Stunden-Grenze blieben sie aber auch diesmal. Für Jürgen Herrmann war es bereits der 33. Trip von Eisenach nach Schmiedefeld. Eine Ende seiner Rennsteigsucht ist nicht absehbar. Hingegen wird sich Fritz Sittig nach seinem 25. Lauf vom Klassiker auf dem Thüringer Höhenweg verabschieden. "Ein Vierteljahrhundert muss reichen", sagt der ruhige, bescheidene Ausdauersportler mit ein wenig Wehmut in der Stimme.

14.5.10 12:52

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